Sonntag, 31. August 2008

Wer von euch hat schonmal fast eine Stunde lang Autogramme gegeben?


Es war ein ziemlich interessantes Wochenende... Am Freitag Abend hat man mir gesagt, David, du musst morgen singen. Ich musste dann innerhalb von einem Tag ein ganzes Lied lernen und als ich dann gefragt habe vor wem ich singen soll, habe ich nie wirkliche Antworten bekommen. Am naechsten Tag, um 2 Uhr, habe ich dann die Aula gesehen. Ich habe gefragt, wie voll wird dieser Raum? die Antwort war, ganz voll (ueber 800 Plaetze). Aber ich glaube es war dann nicht so schlimm. Die Schueler waren alle begeistert, aber wahrscheinlich nur, weil ich ein Auslaender bin.
Am Sonntag wurde es dann richtig interessant, es war der letzte Tag vom Military Training (wir haben Samstags und Sonntags Schule, am Sonntag aber nur vormittags) und es gab einen Wettkampf, welche Klasse die beste ist, es gibt 15 Klassen. Am Ende hat dann meine Klasse gewonnen. Unser Trainer meinte, er wuerde Pedro und mich vermissen, weil wir uns nicht mehr sehen koennen. ich glaube er mag uns sehr, weil er immer mit uns geredet hat und manchmal mussten wir einige Sachen nicht mitmachen, weil er lieber Basketball oder Fussball mit uns spielen wollte.
Als es dann vorbei war, wurden Pedro und ich von den Schuelern ueberrannt, alle wollten Autogramme von uns haben. Und einige (vor allem die Maedchen) wollten auch Fotos mit uns machen. Ich musste vielen auch meine Handy-Nummer geben (ich bekomm jetzt immer irgendwelche Anrufe und SMS...). Nach einer Stunde waren wir dann endlich fertig.
Auch waehrend des Trainings waren wir total beliebt, immer wenn wir an einer anderen Klasse vorbeimaschiert sind haben alle uns zugewunken und in den Pausen wurden wir immer in verschiedene Klassen gezehrt um mit den Schuelern zu reden.
Am Morgen hat man mir gesagt, ich werde heute den Grossvater von meinem Gastbruder besuchen, aber als dann die Schule zuende war, bin ich mit dem Sohn von einem Freund von meinem Gastvater essen gegangen. Und danach habe ich eine Radtour durch Tai'an gemacht.

Donnerstag, 28. August 2008

Das Military Training


Offiziel beginnt die Schule in China ja erst am 1. September, aber damit man vorher schon was lernt geht man schon ein paar Tage vorher zur Schule. Offiziel habe noch ich Ferien...
Aber das ist ja kein Problem, ich sitze nicht die ganze Zeit im Klassenraum. Nein, ich habe das grosse Glueck jeden Tag 9 Stunden im Freien zu verbringen, bei ueber 30 Grad Celsius, in der Sonne. Jeder neue Schueler muss es machen, also muessen Pedro und ich es auch machen: Das Militaer Training.
Wie man auf diesem wunderbaren Foto sehen kann, bekommt jeder Schueler eine Uniform, meine war sogar umsonst, die lieben uns, deswegen gibt es viele Sachen umsonst. :) Der andere Mann auf dem Bild ist der Trainer von meiner Klasse. Er ist Offizier in der Armee und der Chef von den anderen Trainern. Pedro und ich sind natuerlich in die beste Klasse gekommen bin. Er ist total nett und bevorzugt uns immer, aber trotzdem muessen wir natuerlich das ganze Programm mitmachen: um 7:30 geht's los, davor sitzt man noch in der Klasse zum Selbst-Lernen. Das erste was man macht: 45 Minuten stillstehen. Danach wird fuer den Rest des Vormittags maschieren geuebt. Um 11:30 ist Mittagspause und um 14:00 geht's weiter. Auch erst einmal mit 45 Minuten stillstehen. Das waere ja eigentlich nicht so schlimm, wenn es nicht extrem heiss ist und man in der Sonne stehen muss. Es ist auch schon passiert das eine Schuelerin umgefallen ist...
Natuerlich gibt es auch Pausen und Wasser gibt es auch jede Menge, als Auslaender duerfen wir trinken wann wir wollen, die anderen muessen erst um Erlaubnis fragen, die aber nicht immer erteilt wird.
Ich glaube die Offiziere und die Lehrer sind ziemlich beeindruckt, dass wir das durchhalten. Wir muessen es eigentlich nicht machen und wir koennen aufhoeren, wenn wir nicht mehr wollen. Aber ich denke, das gehoert dazu, wenn man in China ist...
Und waehrend wir den Sportplatz immer und immer wieder rauf- und runtermaschieren winken uns alle anderen Schueler zu. Die finden es ziemlich lustig, dass Auslaender ihr Militaer Training machen. Aber es sind alle total nett zu uns. Leider sind die meisten auch ziemlich schuechtern, deswegen ist es schwierig richtige Freunde zu finden.
Am Ende des Training, am Sonntag, wird es einen Wettbewerb geben, welche Klasse die beste ist. und weil wir das natuerlich unbedingt sein wollen wird mehr trainiert...
Das Military Training ist dann um 5:30 zu Ende, dann gibt's Abendessen und danach geht man wieder in den Unterricht. Da ich den Unterricht leider nicht verstehe (ausser natuerlich Englisch) und ich es nicht schaffe 4 Stunden non-stop Chinesisch zu lernen, gucke ich mich immer mal wieder um und sehe interessante Sachen, wie z.B. ein 10cm langes Insekt vom Ventilator zerfetzt wird... Wie ihr seht, wird mir nicht so schnell langweilig. Es gibt immer noch die Rieseninsekten fuer den Notfall...

Sonntag, 24. August 2008

First Pass to Heaven

Ich hoffe ihr habt ein bisschen Zeit, denn dieser Blogeintrag koennte ein bisschen lang werden. Leider habe ich diesmal kein Bild, aber naechstes Mal. In der letzten Woche habe ich so viel erlebt, das reicht eigentlich fuer mehrere Monate (und wahrscheinlich wird es auch so kommen, denn morgen faengt die Schule an).

Wo soll ich nur anfangen... Am Mittwoch habe ich ein sehr gutes Geisterhaus besucht. Es gibt drei Schwierigkeitsstufen, zwischen denen du waehlen kannst: Einfach, Mittel, Schwer. Bei der einfachen, bleibst du 5 Minuten im Haus, bei der mittleren 15 und bei der schwierigen 30. Ich war da mit einer Freundin und ihrem Cousin und sie wollte nur die einfache (kaum waren wir drin, ist sie schreiend rausgerannt). Dieses "Haus" findet man im obersten Stockwerk eines Einkaufszentrums, es ist extrem dunkel und man wird durchgefuehrt. Natuerlich sieht man ueberall tote "Menschen", die aus Plastik sind, aber in einem der langen Gaenge kann es passieren, dass auf einmal eine Hand aus der Wand an deinem Fuss zieht, und du hast die ganze Zeit das Gefuehl, dass du verfolgt wirst (was dann auch stimmt, denn irgendwann packt dich jemand von hinten).

Am naechsten Tag bin ich dann mit einer Gastfamilie an den Strand gefahren. Wir sind mit vielen Freunden dahin gefahren, also haben wir uns einen Bus gemietet. Das Problem war, dass du ueberhaupt keine Beinfreiheit hattest. Von der Sitzkante deines Sitzes, bis zur Lehne des Vordermannes war es kaum mehr als eine Handlaenge. Die Fahrt dauerte 6 Stunden...

Und als erstes haben wir einen Freizeitpark besucht. Der war ziemlich langweilig, weil es nur zwei kleine Achterbahnen gab und jede Menge Attraktionen fuer kleine Kinder. Dort gab es auch andere Auslaender, und ich muss sagen, ich habe mich schon so sehr an die Chinesen gewoehnt, dass es merkwuerdig war einen Auslaender zu sehen.

Am naechsten Tag sind wir dann in den naechsten Freizeitpark gefahren, der war wesentlich besser. Es gab eine Menge gute Attraktionen, z.B. eine Achterbahn wie Black Mamba im Phantasialand (ich hab es sogar geschafft, dass meine Gastmutter mitkommt, und ich glaub sie mochte die Achterbahn). In den Freizeitparks und in einigen anderen Parks, kannst du dir kleine Elektroautos mieten um rumzufahren, aber leider sind die nicht viel schneller als Schrittgeschwindigkeit, aber natuerlich haben sie ein eine Hupe, die gerne benutzt wird, selbst wenn niemand im Weg ist.

Am Samstag bin ich dann zur Chinesischen Mauer gefahren. Aber nicht nach Beijing, sondern zum ersten Teil der Mauer im Osten. Ins Englische uebersetzt heisst es First Pass To Heaven, ich weiss auch nicht warum, und wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut.
Man sagt, dass man solange kein Held ist, solange man nicht die Chinesische Mauer besucht hat. Es war total heiss, aber sehr schoen. Aber ich denke, in Beijing ist die Mauer viel schoener. Dort wo ich war, geht sie einfach schnurgeradeaus.

Am Sonntag bin ich dann nach Tai'an gefahren. Die Fahrt dauert ungefaehr eine Stunde mit dem Auto. Tai'an ist eine kleine Stadt und der Wirtschaftsboom Chinas ist hier noch nicht ganz angekommen, es ist eine recht arme Stadt. Es gibt nicht wirklich Buergersteige, aber die Menschen hier sind total nett. Ich wohne wirklich direkt neben der Schule, ich kann vom Wohnzimmer aus das Haus sehen in dem die Schueler, die von weit weg sind, schlafen. Die Schule ist nicht besonders gross und nicht besonders modern und auch nicht besonders ausgestattet, es ist eine ganz normale Schule. Mir wurde uebrigens gesagt, dass Pedro (der andere Austauschschueler) und ich die ersten Austauschschueler an dieser Schule sind.
Und heute hatte ich dann meinen ersten Schultag. Ich muss um halb sechs aufstehen, um dann um sechs zur Schule zu gehen. Fruehstueck gibt es in der Schule, um 7:30 beginnt dann der Unterricht. Ich musste aber vorher noch zur Polizeistation, weil ich neu hier bin. Um 11:30 ist Mittagspause bis 2 Uhr nachmittags. Ich esse in der Schule und geh danach nach Hause. Um 2 beginnt dann wieder der unterricht, das war heute zuerst Geschichte. In meiner Klasse sind ca. 50-60 Schueler und ich musste erst meinen Nachbarn fragen ehe ich wusste welches Fach wir haben. Der Unterricht war total langweilig, weil ich nichts verstanden habe und die Lehrerin nur geredet hat (es wurde einmal jemand drangenommen). Danach hatte ich Englisch, das war lustig, weil ich endlich mal was verstanden habe. Aber ich musste vorlesen, weil das alles fuer mich ziemlich einfach ist und weil ich Auslaender bin, da wird erwartet, dass man das kann.
Danach hatte ich noch ein anders Fach, aber ich weiss immer noch nicht welches. Um halb 6 gibts Abendessen (natuerlich in der Schule) und um halb 7 geht der Unterricht dann weiter, aber es ist Selbstlernen, also der Lehrer steht vorne und du lernst fuer dich. Um halb 10 darfst du dann endlich nach Hause gehen, nach 15 Stunden Schule...

Dienstag, 19. August 2008

Jetzt ist auch die letzte Vorbereitung vorbei


Heute war der letzte Tag von meinem CCLC (Chinese Culture and Language Course). In den naechsten Tagen werden wir alle in unsere ganzjaehrigen Gastfamilien gehen. In den letzten 20 Tagen haben wir alle eine Menge ueber die Chinesische Kultur und Sprache gelernt und wir sind alle gute Freunde geworden.
Ich glaube wir haben alle Sehenswuerdigkeiten von Anshan in dieser Zeit besucht, und das sind gar nicht mal so wenige. Am besten hat mir der Jade-Buddha Tempel gefallen. Die Tempelanlage ist ein Teil eines riesigen Parks (des 219-Parks) und ist einfach nur wunderschoen.
Leider konnte sich die Stadt nie von ihrere schoensten Seite zeigen, weil ueberall gebaut wird. Die Buergersteige sind an vielen Stellen aufgerissen, viele Strassen werden neu asphaltiert (was sie auch wirklich noetig haben, ich habe noch nie solche Schlagloecher gesehen) und es werden viele neue Haeuser gebaut. Aber ich bleibe ja noch eine Weile in Anshan, und es gefaellt mir hier sehr gut. Ich habe mir auch schon eine Karte von Anshan gekauft, die ich aber leider nicht verstehe... und ich habe einen kleinen Reisefuehrer "Anshan for foreigners". Ein Amerikaner, der hier fuer 4 Jahre lebt, hat ihn gemacht.
In diesen 20 Tagen hatte ich nie wirklich die Gelegenheit auszuschlafen, denn ich wurde immer irgendwie aufgeweckt (ich habe meinen Wecker nie gebraucht, obwohl ich immer um viertel nach sechs aufstehen muss): z.B. am Sonntagmorgen wird um halb sieben der Fernseher angeschaltet, damit man noch einmal die besten Momente des Vortages der Olympischen Spiele sehen kann.

Auf meinen naechsten Blogeintrag muesst ihr leider noch ein bisschen warten, weil ich jetzt fuer ein paar Tage an den Strand fahre und direkt danach nach Tai'an fahre.

Samstag, 16. August 2008

Chinesische Treppenhaeuser

In Deutschland gibt es ja Bewegungsmelder in einigen Treppenhaeusern und wenn man sich bewegt geht das Licht an, in China (zumindest in Anshan) ist das ein bisschen anders. Hier sind es keine Bewegungsmelder, sondern es geht nach dem Schall, den deine Tritte machen. Und es gibt einige Melder, die sind so unempfindlich, dass du erst ein paar mal auf der Stelle rumspringen musst, ehe das Licht angeht.
Deswegen ist es ein kleines Problem, wenn du Abends nach Hause kommst und aus Ruecksicht auf die Nachbarn moeglichst leise die Treppe hochgehst... Aber die meisten dieser Melder sind sehr empfindlich, sodass man nicht ueberall rumspringen muss, wenn man Licht haben will.

In diesem Vorbereitungskurs schauen wir uns ziemlich viel von Anshan an. Auf dem Bild sieht man mich in einem Museum fuer die gefallenen Soldaten waehrend der letzten Kriege in China. Es steht auf einem Berg, auf dem es vor vielen, vielen Jahren mal eine grosse Schlacht zwischen den Japanern und den Chinesen gab. Wenn ich es richtig verstanden habe, haben die Chinesen gewonnen.
Wir lesen in der Schule manchmal ein Buch, das "Di Zi Gui" heisst. es geht da um Erziehung und so. Es ist eines der aeltesten Buecher in China und es sagt dir, wie du dich anderen Menschen gegenueber verhalten sollst.

Heute habe ich mir eine Karte von Anshan und ein Handy gekauft. Eine SMS kostet einen Cent und eine Minute telefonieren kostet 2 Cent.
Die Preise hier sind in der Regel nicht sehr hoch, eine Flasche Wasser kostet 10-20 cent, eine Busfahrt, egal wohin, kostet auch 10cent und das Taxi, egal wie weit du willst, kostet 60cent. Deswegen fahren die Taxifahrer immer sehr, sehr schnell. Ich denke, wenn man sehr schnell in China von einem Teil der Stadt in einen anderen will, ist das Taxi der schnellste Weg.

Vielleicht fahr ich in ein paar Tagen zum Strand und deshalb eine halbe Woche spaeter nach Tai an. Meine jetztige Gastfamilie moechte dort Urlaub machen und hat mich gefragt ob ich mit will. Ausserdem kommt noch der andere Austauschschueler mit, der mit mir in Tai an leben wird. Er ist aus Ecuador und wir werden auf dieselbe Schule gehen. Ich bin ziemlich gespannt auf den Chinesischen Strand.

Donnerstag, 14. August 2008

4000 Stufen und Huehnerherzen

Der 13. August war ein sehr langer und anstrengender Tag fuer mich. Ich bin um 5 aufgestanden, war um 7 an der Schule und dann gings los:
Zuerst wurden zwei Berge bestiegen, dann Mittag gegessen und danach noch der groesste Jade Buddha der Welt besichtigt.

In den fruehen Morgenstunden sind wir zu den "1000 Bergen" gefahren (es sind in echt nur 999). Dort gab es natuerlich schon jede Menge Chinesischer Touristen, das bedeutet, wir (die Auslaender) wurden immer wieder gefragt ob wir nicht ein Foto mit ihnen machen koennten. Dann sind wir den ersten Berg hochgegangen. Um hoch zu kommen musst du ueber knapp 2000 Stufen, und die Steigung ist deutlich hoeher als 45 Grad. Ausserdem wuerde so eine Treppe in Deutschland niemals erlaubt sein, sie waer zu gefaehrlich... Nach 20 Minuten waren wir dann oben und total k.o. Als es dann wieder runter ging musste man hoellisch aufpassen, dass man nicht runterfaellt, weil es ziemlich steil ist und die Stufen zum groessten Teil nur einen halben Fuss breit sind. Unten wurde uns dann gesagt, dass wir in ein paar Minuten den naechsten Berg besteigen werden (man kann sich hoffentlich vorstellen wie wir uns schon nach dem ersten Berg gefuehlt haben).
Auf dem anderen Berg gibt es jede Menge wunderschoene Tempel, also gab es wenigstens viel schoenes zu sehen. Um ganz auf die Spitze zu kommen musste man ersteinmal durch eine 50cm breite Felsspalte und danach noch einen anderen Felsen hochklettern. Als Hilfe gab es eine recht dicke Eisenkette mit 4 oder 5 Gliedern. Dieser Berg war natuerlich nicht weniger steil als der andere. Und vielleicht sollte ich noch hinzufuegen, dass die Temperatur bei 34-36 Grad lag.

Auf dem Foto kann man einen der Tempel beim Jade Buddha sehen. Diese Tempelanlage gehoert zu einem riesigen Park mit einem Vergnuegungspark. Es war sehr interessant und wunderschoen. Nur leider war es sehr heiss und man durfte vieles nicht fotografieren.


Zum Schluss noch eine Geschichte aus meinem Leben in China:
Am letzten Sonntag habe ich morgens mit meinem Gastvater Badminton gespielt (er kam gegen 7 ins Zimmer und hat gefragt ob ich mit ihm spielen will).
Einige Spiele spaeter (gegen 11) hat er mir dann gesagt, dass ich um 12 mit dem Sohn von seinem Freund zum Essen verabredet bin. Bevor ich mir ueberlegen konnte was ich jetzt machen soll, musste ich wieder spielen (schliesslich ist nicht jeden Tag ein Auslaender in der Badmintonhalle). Als ich dann endlich fertig war stand auf einmal ein 19 jaehriger mit seiner Mutter vor mir und meinte wir sind zum Essen verabredet und ging zum Auto. Was sollte ich tun? Ich war durchgeschwitzt und hatte natuerlich noch meine Sportsachen an. Ich schaute mich um und bemerkte, dass mein Gastvater nicht mehr da war...
Wir sind dann mit dem Auto zu einem Restaurant gefahren, aber leider nicht nur zu irgendeinem Restaurant, nein, sondern zum beruehmtesten Restaurant Anshans fuer Nordchinesische Kueche. Nach Schweiss stinkend und in Sportsachen habe ich dann die Koestlichkeiten der Nordchinesischen Kueche kennengelernt. Es gab z.B. Kuhzunge und Huehnerherz.

Freitag, 8. August 2008

Mein Schulweg:


Dieser nette, kleine Park, den ihr da auf dem Bild seht, ist direkt hinter meinem Haus. Und wenn ich mit dem Bus zur Schule fahre, gehoert dieser Park zu meinem Schulweg. Ich muss sagen, dass ist der schoenste Schulweg, den ich jeh hatte.
Aber eigentlich fahr ich nicht sehr oft mit dem Bus zur Schule. Ich muss um viertel nach sieben das Haus verlassen, wenn ich mit dem Bus zur Schule fahren will, weil um 8 die Schule beginnt und ich ziemlich weit weg davon wohne. Wenn ich 10 Minuten zu frueh bin, sagt meine Gastmutter, das es zu frueh ist, und sie faehrt mich mit dem Auto zur Schule (dann bin ich eine Halbe Stunde zu frueh da). Wenn es 5 Minuten zu spaet ist, sagt sie, es ist zu spaet und faehrt mich mit dem Auto zur Schule. Wenn ich mal puenktlich bin, fragt sie mich irgendetwas, was dann natuerlich ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt, und sagt anschliessend, dass es zu spaet ist und sie mich mit dem Auto bringen muss. Sie denkt, es ist zu gefaehrlich fuer mich mit dem Bus zur schule zu fahren. Sie macht sich immer Sorgen um mich. Deswegen haette ich auch eigentlich kein Problem von ihr gebracht zu werden, aber sie kommt deswegen viel zu spaet zu ihrer Arbeit, wenn sie mich zur Schule bringt. Deshalb will ich immer mit dem bus fahren. Aber sie findet immer einen Weg mich zur Schule zu bringen. Das ist einfach nur extrem nett und gastfreundlich von ihr. Deswegen sage ich immer Danke zu ihr wenn ich kann. :)
Im Chinese Language and Culture Course sind 20 Schueler aus 7 verschiedenen Laendern: 10 deutsche, 3 Amerikaner, 2 Thailaender, 1 Schweizerin, 2 Finnen, einer aus Ecuador und 1 Niederlaender.
Das Essen hier ist sehr gut. Aber die denken hier ich bin zu duenn, ich muss dicker werden (stimmt vielleicht auch...) und weil westliches Essen einen wohl dicker macht als chinesisches, gibt es oft westliches essen zum fruehstueck. Vor 2 Tagen hatte ich Kuchen zum Fruehstueck und heute "Broetchen".
Aber wenn es mal Chinesisches Essen gibt, ist es entweder Reis oder Nudeln. Ich weiss nicht was es hier oefter gibt.

Mittwoch, 6. August 2008

Neues aus Anshan :)


Wusstet ihr, dass die Olympische Fackel durch Anshan getragen wurde?
Vor ein paar Tagen gab es ein Basketballspiel zwischen Chinesischen und YFU Schuelern (wir haben verloren). Und dort war auch ein Fackellaeufer mit dem wir uns natuerlich gerne fotografiert haben... :)
Heute war ich beim Arzt. Alle Schueler die in Anshan und Shenzhen bleiben mussten die Aerztliche Untersuchung noch einmal wiederholen. Aber ich hab's ueberlebt. :)
Am Wochenende hatte meine familie auf einmal ganz viele Partys... auf denen ich rumgezeigt werden musste. Aber es sind alle total nett und jeder ist froh sein Englisch ausprobieren zu koennen. Und ich soll immer ueber Deutsches Bier reden... Denn das einzige Deutsche Wort das viele koennen ist "Prost".
Zum Essen kann ich nur sagen, dass es total lecker ist, aber beim Fruehstueck gibt es immer Milch ausm Plastikbeutel mit Walnussgeschmack. Aber man gewoehnt sich dran.
Das Fernsehen ist ziemlich interessant (obwohl ich nichts versteh). Es ist alles, wirklich alles, ueber die Olympischen Spiele, sogar der groesste Teil der Werbung. Aber Chinesische Werbung ist lustig.
Fast jeden Tag, nach meinem Chinese Culture And Language Course gehe ich mit meiner Gastmutter einkaufen oder sonst wohin, damit ich Anshan kennen lerne. Und immer werde ich von allen Seiten beglotzt. :) Ich war noch nie so beliebt. ;)
Wer mich dann laenger als 10 Sekunden ununterbrochen und extrem auffaellig anguckt, dem oder der laechel ich dann immer zu. Es ist dann immer interessant zu sehen wie die Leute reagieren. Einige grinsen zurueck und andere gehen einfach weiter. Aber ein kleines Maedchen hat sich leider nicht mehr eingekriegt. Die hat mich nur noch mehr angestarrt und stand da immer noch 5 Minuten spaeter.

Freitag, 1. August 2008

Schreibe nie mit einem Edding auf ein White-Board!!

Der Shanghaier Flughafen ist sehr schoen, nur leider war das alles was ich von Shanghai gesehen habe.
Nach 24 Stunden, von Deutschland aus, bin ich dann in Beijing angekommen. Von dort sind wir mit dem Bus zu einer Jugendherberge gefahren. Diese Jugendherberge hatte nur ein Loch als Toilette.
Nach ungefaehr 4 Stunden schlaf mussten wir wieder aufstehen um den Zug nach Shenyang zu bekommen. Nach 6 stunden zugfahrt und 2 stunden pause in Shenyang sind wir nach anshan gefahren. Im shenyanger bahnhof wurdest du von jedem angeguckt. es gab sogar welche die sich zu uns gestellt haben... Im Zug gab es uebrigens auch nur Loecher als Toiletten... Aber damit muss ich wohl leben. :)
In Anshan wurden wir dann von den 4-woechigen Gastfamilien abgeholt und nach hause gebracht (bei mir kam leider der unfall dazwischen). Naja, der Verkehr in China ist so das spannenste was es gibt. jeder faehrt wie er will, und die hupe ist viel wichtiger als der rueckspiegel. Rote Ampeln sind irgendwie auch egal, und einige Autos haben kein Nummernschild. Mein Gastmutter meinte diese Autos sind neu.

Ich habe total viel Spass hier. Vor allem die Sprachprobleme sind lustig... In der Schule haben wir ein White Board und da lag ein Stift. Eric (ein amerikaner) und ich wollten 3D Tic-Tac-Toe an der Tafel spielen. Naja,leider war das problem, dass es ein Permanent-Marker war... also nicht abwischbar ist. Wer kann denn ahnen dass da ein Edding liegt?? es stand nur was auf Chinesisch drauf. Aber wir haben es irgendwie wieder abbekommen (nach einer stunde).